Spielberichte der 1. Damen

Stimmung und Einsatz heiß bei frostigen Temperaturen

 

Bei minus 13 Grad ging es am Sonntagmittag zum Auswärtsspiel nach Osnabrück. Die Stimmung war aber keineswegs frostig - wohl auch dank des schön warmen Fahrzeugs der Moje Bustouristik.

 

Zum Spiel: Ziel war klar ausgegeben - Fehler aus dem Hinspiel (schlechtes Rebounding, zu viele Fehlpässe) verhindern und sehen was geht. Die ambitioniert aufspielende 3-2

Zonenverteidigung schnappte sich einen großen Teil der Bälle am Brett, aber bei einer (ich untertreibe mal ein wenig) Feldwurftrefferquote von 60 % + gab es leider auch nicht viel abzugreifen. Was die Titans hier zeigten, war schon beachtlich. Zwangsläufig wurde auf MMV umgestellt, die uns vorerst wieder ins Spiel brachte. Einem 15 Punkte Rückstand liefen wir aber schon hinterher.

 

Aufgrund der körperlichen Überlegenheit der Osnabrückerinnen wurde die Gangart etwas rauer. Verteidigung stand überwiegend gut, in der Offense lief der Ball und es entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Selbst unsere zuletzt gruselige Freiwurfquote stieg in eine für uns astronomische Höhen - der Rückstand konnten bis zur Halbzeit aber trotzdem nicht verringert werden und so ging man mit -20 in die Pause.

 

Dem Willen und der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch und Frau beschwor sich, aggressiver am Spieler ohne Ball zu verteidigen. Auch dies wurde bestens umgesetzt, jedoch wurden wir immer häufiger im 1-1 geschlagen. Als der Rückstand vor den letzten 10 Minuten auf 27 Zähler angestiegen war, schwand die Hoffnung und ein 22-0 Run der Titans besiegelte eine in dieser Höhe nicht verdiente Niederlage.

 

So war auch auf der Rückfahrt (nicht nur wegen des warmen Busses und Buffets) die Stimmung gut, sondern auch aufgrund des gezeigten Einsatzes und einer Freiwurfquote von

74 %. Fehlpässe wurden minimiert und Rebounds landeten auch in der Offense häufig bei uns. Außerdem hatte Karen ihren ersten Einsatz nach der Schwangerschaft und kommt langsam wieder auf touren. Von Coach Ron

 

Laura 7 Punkte (5 von 6 Freiwürfen), Nora 2 (2/4), Maiky 7, Andrea 14 (4/6), Sandra 3 (3/4), Anna 4 (2/2), Karen 9 (5/5), Dorit 8 (2/4), Judith

DAS SPIEL BIS ZUM ENDE OFFEN GEHALTEN - AUCH WENN DAS SPIELERGEBNIS NICHT VIEL DARÜBER VERRÄT

Wir mussten etwas näher zusammenrücken. Esther ist verletzt. Nora und Annika waren krank, Judith beruflich verhindert. Nicola, Mascha und Kristin haben das Team auf eigenen Wunsch hin verlassen. Zu acht (Dorit, Julia, Maiky, Andrea, Becca, Anna, Laura und die scheidende Kristin) fuhren wir nach Rotenburg zur Reserve der Hurricanes. Zu Beginn bot sich uns ein komisches, ein unwirkliches Spiel. 7:9 endete das erste Viertel. Es fühlte sich an wie "die konnten nicht und wir wollten nicht" oder umgekehrt. Der Ganzfeldpresse trotzen wir mit gutem Tempo und, hingegen des Hinspiels, mit wenig Ballverlusten. Unsere Verteidigung mit ihren Wechseln wusste ebenso zu gefallen. Unsere Freiwurfquote war wieder deutlich besser und lag erfreulicherweise über 50 %. Die Teil-Erstligistinnen konnten wir zur Halbzeit auf 25 Punkte halten, vermochten es aber nicht unsere Korbversuche tragend zu verwandeln, so dass wir mit 18 erzielten Punkten leicht ins Hintertreffen gerieten. Das Spiel war bei weitem noch nicht entschieden, das dritte Viertel gehörte uns (13:7)! Mit nur einem Zähler Rückstand ging es ins Schlussviertel - es hätte auch eine knappe Führung sein können, wenn wir uns zur letzten Viertelpause nicht so einen Buzzer-Beater gefangen hätten. Kurz wiedergegeben verließ uns Laura mit ihrem 5. Foul und so auch allmählich unsere Kräfte. Rotenburg war in den letzten 10 Spielminuten einfach zu stark für uns und wir handelten uns ein unverdientes 46:65-Endergebnis ein. Trotz aller widriger Umstände lieferten wir lange ein offenes Spiel ab. Natürlich verkauften sich beide Teams unter Wert und bei den Korbjägerinnen von der Wümme schien der Knoten zum Ende deutlicher geplatzt zu sein.
Coach Denis

DER FREIWURF - DER WICHTIGSTE WURF IM BASKETBALL

Im gestrigen Heimspiel besiegten wir Lüneburg 51:45 (12-15, 27-25, 39-31). Somit holten wir den zweiten Sieg in Folge im Abstiegskampf.

Hoher Preis: Esther, erst kürzlich zu uns gestoßen, verletzte sich so stark, so dass sie sehr wahrscheinlich für den Rest der Saison ausfällt.
GUTE BESSERUNG von uns Baskets!!!!

Ertrag: Rang 6 in der Tabelle.

Direkt nach dem Spiel fragte mich ein langer Weggefährte nach meiner Meinung und schob noch drei weitere Worte hinterher, zu denen ich nichts mehr hinzuzufügen hatte. Er sagte "Typisches Winterpausenspiel, oder?
Es war kein schönes aber auf beiden Seiten kämpferisch geführtes Spiel. Nur Phasenweise schafften die Teams wirklich sehenswerten Basketball zu präsentieren. Mangelnde Kondition hüben wie drüben, besonders zu dem Zeitpunkt als 66ers-Trainerkollege Lorenz lautstark schreiend gedachte seine Großmutter auf das Spielfeld zu schicken um das Tempo zu beschleunigen.

Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die Freiwurfquote richten: Nur 14 Treffer bei 36 versuchen. 38,8 %. Das ist einfach zu wenig. Besonders im Schlussviertel wurden zu viele Freiwürfe daneben gesetzt. Dadurch wurde es zum Ende zu einer unnötigen Zitterpartie für uns. Allerdings haben wir es geschafft, Lüneburg auf 45 Punkte zu halten - das war eine gute

Verteidigungsleistung. Eine bärenstarke Becca besorgte mi 23 erzielten Punkten den Rest.

Von Coach Denis

EMOTIONEN IM SPORT
11.12.2011
Die Presse ließ in der vergangenen Woche nach unserer 71:81-Niederlage in Alstertal verlauten, wir befänden uns weiterhin im Abstiegskampf. Nun denn, wenn das wirklich stimmt, haben wir uns im gestrigen Arbeits-Sieg (65:51) gegen Kiel in eigener Halle in diesem ein wenig Luft verschafft.
Der Spielbeginn gefiel ganz gut. Recht fix und hellwach kamen wir aus den Startlöchern und übernahmen vorerst die Führung. Uns beschlich ein gutes Gefühl, denn das erste Viertel ging mit 17:11 an uns. Aber leider konnten wir die Führung nicht ausbauen, vielmehr ging diese, wenn auch knapp, verloren. Zur Halbzeit stand es 28:29 aus unserer Sicht.
 
Gemeinsam haben wir uns dann in der Pause überlegt, was wir besser machen können - eine wirksame Maßnahme.Zunächst haben wir, sprachphilosophisch, der Schlange den Kopf abgeschlagen, indem wir Anna permanent auf die Kieler Aufbauspielerin Jana Brandes abgestellt und ihr somit das Leben "ohne Ball" schwer gemacht haben. Erfreulicherweise konnten wir Svenja Staak (geb. Friedrichsen), sonst zweitbeste Scorerin der Kielerinnen (88 Punkte, 9,8 pro Spiel), komplett aus dem offensiven Spielgeschehen nehmen da sie nicht einen einzigen Punkt für ihr Team holte.
Das Pressen über das ganze Feld, das hohe Tempo und die energische Zonenverteidigung, sowie die Leistungsexplosion von Kristin (19 Pkt., 5/6 FW, 2 Dreier) in der Offensive waren die Garanten für den deutlichen und durchaus wichtigen Sieg zum Ende des Jahres.
 
Bedanken möchte ich mich, trotz einiger Schwierigkeiten die während des Spiels auftraten, beim Kampfgericht, welches von den 2. Damen gestellt wurde. Wir betreiben eine verdammt schnelle Sportart. Nicht nur in den höheren Spielklassen ist es einer der undankbarsten Posten am Spielfeldrand. Der Druck ist oft immens hoch. Beide Coaches können da schon mal aus der Haut fahren und sich im Ton vergreifen. Die Schiedsrichter ruft es ganz schnell auf den Plan wenn es zu wiederholten Fehlern kommt. Dennoch habt ihr das Spiel ganz tapfer mit uns zuende gebracht und euer Bestes gegeben.
 
Entschuldigen möchte ich mich bei allen, die Zeugen der unschönen Szenen nach Spielende wurden. Der Sport lebt von Emotionen. Wir sind alles Menschen und manchmal wähnt man sich im Recht - und das vielleicht zu sehr. Zumindest denken wir ein Empfinden für Recht und Unrecht zu haben, schwierig bei einer subjektiven Bewertung der Dinge. Ehrgeizig versuchen wir unsere Ziele zu erreichen und dann kann es im Eifer leicht zu Eskalationen kommen. Zur Entwarnung: in der Halle war es schon nicht mehr so voll als Kangaroo-Coach Marco und ich uns als faire Sportsmänner, die wir gemäß unseres Alters sein sollten, gegenseitig entschuldigend in den Armen lagen. Ich hege keinen Groll gegen die Kielerinnen, ganz im Gegenteil. Ich verbinde immer gute Erinnerungen mit den oft sehr spannenden und sportlich hochwertigen Matches gegen die Kangaroos.
 
Allen Freunden unseres heißgeliebten Ballsports wünsche ich ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise derer Lieben. Sowie sportlich als auch für die anderen und durchaus wichtigen Bereiche im Leben, drücke ich allen die Daumen für das Jahr 2012.
Von Coach Denis
WAREN ES ZU VIELE DREIER?
 
Für unsere Begriffe haben wir gestern in Alstertal ein Wahnsinns-Spiel abgeliefert. Für unsere Begriffe...? -Die Einstellung stimmte, die Reboundarbeit war außerordentlich gut und die Verteidigungsintensität hoch. Ganz so wie es immer sein sollte und durchaus auch sein könnte, aber aus irgendeinem Grund nicht immer automatisch geschieht. Das Spiel lief
stets auf Augenhöhe. Die SCAL-Mädchen die auch teilweise in der 2. Bundesliga in Wedel auf Korbjagd gehen, mussten sich mächtig ins Zeug legen und realisieren, dass dies kein Selbstgänger werden würde. Zu Beginn wechselte die Führung einige Male, zur Halbzeit lagen wir zurück und auch über weite Strecken in der 2. Halbzeit liefen wir einem höheren Rückstand hinterher. Trotzdem gelang es uns zum Ende noch einmal auf 2 magere Pünktchen zu verkürzen, doch die Mühen der Aufholjagd wurden
schlussends nicht belohnt, das Spiel kippte noch einmal deutlich zu Gunsten der Gastgeberinnen.
Unsere Taktik erwies sich als richtig und wäre fast aufgegangen. Zwar haben wir viele Dreier kassiert,eine Stärke von SCAL, aber trotzdem den Fahrplan eingehalten. Viel wichtiger ist aber die Art und Weise wie wir uns präsentiert haben. Erhobenen Hauptes, mit einem guten Gefühl wollten wir die
Halle verlassen. Das haben wir - eindrucksvoll. Ich für meinen Teil zumindest habe das getan. Mein Team hat mich stolz gemacht und Zuversicht für die kommenden Begegnungen gegeben. Denn ich weiß: lassen wir andere Gegner auch in den Genuss solch einer energetischen Leistung kommen, werden wir die Früchte unserer Saat früher oder später ernten. 
Von Coach Denis

Archiv

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